Showtime for my life…

wer hat es gesehen?

Bei Instagram wurde ich schon einige mal für #factsfromme oder #8Faktenübermich nominiert und gestern abend habe ich mich nach der neuen spontanen Nominierung mal hingesetzt, denn 8 Fakten in ca. 20 Worten oder so als Story unterzubringen …. ähm… ja… das ist mehr als knapp und dann wurde meine Liste immer länger , statt die Facts kurz und knapp aufzuschreiben (ihr wisst ja KURZ halten kann ich mich nicht)

Also dachte ich, mache ich mal einen langen Beitrag dazu und teile den aber nun in 10er Fakten auf , d. h. heute lest ihr zehn , morgen und übermorgen, denn auf 30 bin ich schon locker gekommen und es werden bestimmt noch einige folgen 🙂 und vielleicht ist das genau jetzt auch endlich der richtige Weg, um mich mit einigem davon selbst auseinanderzusetzen, denn das wird endlich Zeit – und vielleicht hilft es mir, alles niederzuschreiben und ich mit meinem Leben noch einmal intensiv auseinanderzusetzen.

Gestern abend hatte ich zufällig die geniale Shoow „Showtime of my life“ auf VOX an. Diese hat mich wieder ein wenig mehr wachgerüttelt, mein Leben genau JETZT zu leben und da ich hier nun schon bei einem Thema bin, was vieler Worte benötigt, werden die ersten Fakten über mich wohl bis morgen warten müssen, denn dieses Thema hat mich sehr berührt.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist kopie-von-ohne-titel.jpg.


Gestern abend bei der Show habe ich wohl fast 2 Stunden geheult und nicht nur wegen dem Thema sondern wegen vieler Worte dort, wegen Aussagen, die meine hätten sein können, wegen der heftigen Schicksalsschläge einiger Menschen dort und vor allem wegen der megatollen Power und Ausstrahlung, die alle Damen dort hatten und ich wirklich alle dafür bewundere. Viele Worte, Gesten und Reaktionen haben mich im tiefsten Herzen berührt.

Ich weiß auch nicht, ob ich mir heute die 2. Show mit den Männern wirklich ansehe und nochmals so viel heulen mag, auf der anderen Seite sind dann vielleicht auch bei mir mal einige Sorgen, Kummer, Traurigkeit ausgeweint.
Denn wenn ich mir eins in diesem Jahr geschworen habe, dann : GLÜCKLICH zu sein und lernen mich selbst zu mögen.

Mein Papa ist mit 51 ganz fürchterlich an Krebs gestorben, hatte erst Magengeschwüre, den ersten Krebs und eigentlich war dann alles mal gut, aber dann kam er in die Lunge und ich hab es noch so arg vor meinen Augen , wie er vor über 20 Jahren versucht hat vom Wohnzimmer ins Bad zu kommen. Wie schlimm diese Atemnot war, wie laut Atmen sein kann, wie er sich gequält hat, dass ich auch heute noch heulen muss.
Seine Eltern sind auch an Krebs gestorben und mein Doc meinte mal, dass Krebs wohl auch erblich bedingt ist und seitdem hatte ich oftmals eine mega große Angst. Vor einigen Jahren stand Gebärmutterhalskrebs schon einmal als Verdacht bei mir im Raum, aber irgendwie hatte ich da gar nicht so eine Angst, weil mein FA damals meinte „der einzige Krebs, der sehr gut heilbar ist“ und der Verdacht blieb Gott sei Dank auch nur ein Verdacht.
Vor 2 Jahren hatte ich eine sehr besch… Frauenärztin, die bei der Routineuntersuchung erst getastet hat und darauf folgend einen Ultraschall und dann kam der Hammer „oh, dass sieht gar nicht gut aus, da, sehen sie das, da ist wie so ein Widerhaken dran, dass ist eindeutig nicht gut. Wir machen einen Termin zur Mammographie und dann sehen wir weiter“. Ich bin aus dieser Praxis raus und ab da gab es wohl keine Sekunde mehr ohne GEDANKEN.

Termin Mammographie 2 Wochen später, bis dahin bin ich schon 3 Heldentote gestorben und hab mir wirklich alles schon ausgemalt, von keine Brust mehr, keine Haare mehr bis zum „ich muss das Testament für die Kinder noch machen (auch wenn es nichts zu erben gibt) aber noch ein paar liebe Worte an die 3 und nochmal aufsetzen, was mit meiner Jüngsten ist und wo die Unterlagen für die Sterbeversicherung liegen und überhaupt. Ich war innerlich ein absolutes Nervenwrack und hab es niemanden gezeigt. War nach außen eben wie immer TAFF. Dann kam der Tag der Mammographie und ich bin wirklich fast gestorben vor Angst, es war nur noch alles irgendwie gedämpft zu sehen und zu hören, es rauschte so viel an mir vorbei und ich meinte nur für mich „hey wenn da oben jemand ist, den es wirklich gibt, lass bitte alles gut sein, ich hab die Kleine noch und ich möchte sie bitte noch großziehen und nicht meinen Großen die Verantwortung dafür übertragen. BITTE“
Die Mammographie an sich ist ja nicht schlimm, etwas unangenehm aber ok und dann hatte ich sofort das Gespräch mit der Ärztin und dachte „uff, wenn sie dich schon direkt reinrufen“ – aber das ist wohl ganz normal und machen sie bei jeder Patientin. Und die Ärztin sagte dann „alles i.O. “ und ich habe sie wohl nur ganz verdattert angesehen und sie fragte „alles in Ordnung?“ Ich: „da ist kein Widerhaken der da nicht hingehört, da sind sie sich sicher?“ Sie so „da ist nichts , warum?“ – ich ihr die Aussage meiner FA erklärt und sie wurde richtig wütend und ich dreimal so wütend – wie kann eine FA so eine Aussage machen, die null Bestand oder Grund hatte.

Ich hab zwar einige Verhärtungen durch 3x Schwangerschaft und dem ganzen aber nichts deutete auf irgendwas hin und ich bin gedanklich wirklich durch die Hölle gegangen. Hab aber immer noch gedacht „ok wenn sie was feststellen, dann bitte Brust ab, um jegliches Risiko auszuschalten denn du willst doch leben Gaby“ aber trotzdem kamen weitere Gedanken

„wie ist es ohne Brust“ ,

„bleibst du dann allein, weil der (Ex)Partner eigentlich nicht der Typ ist, der damit später klarkommt, auch wenn er da meinte „wir schaffen das“ (eine der Momente, die ich ihm wirklich hoch anrechne, auch wenn mir lieber gewesen wäre, er wäre dann auch mitgekommen und hätte mich im schlimmsten Falle aufgegangen)

„schaffst du das für deine Kinder“,

„wie ist es wohl ohne Haare“,

„was ist mit Motte in der ganzen Zeit“

und und und… ich weiß gar nicht, wie viele Fragen und Szenen ich mir in den Wochen vorgestellt habe und ich möchte nicht wissen, was ich mir alles ausgemalt hätte, wenn sich der Verdacht bestätigt hätte.

Daher meine Bitte : geht zum FA und lasst euch regelmäßig untersuchen und falls ihr nur ein klitzekleines bisschen Unbehagen bei eurem derzeitigen FA habt, dann wechselt, bis ihr jemanden an eurer Seite habt, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt, die / der euch ernst nimmt, der sich Zeit nimmt und der da ist.

Tastet euch, wie es die Ärztin gestern bei der Show sagte monatlich ab, nicht um etwas festzustellen, sondern um zu merken, dass evtl. sich irgendwo was verändert hat und um dann sofort loszugehen, denn sehr sehr sehr sehr oft ist Brustkrebs heilbar und wenn man die Zahlen hört, wie viele Frauen von Brustkrebs betroffen sind, dann wird es allerhöchste Zeit, dass wir Frauen da auch an uns denken, uns abtasten , lieber einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen und hoffentlich einfach immer gesund sind oder sofort in super tollen Händen!

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist design-ohne-titel.jpg.

Und auch alle anderen Krebsvorsorgeuntersuchungen :

NEHMT SIE WAHR!

Ich habe es nun zwei Jahre schlüren lassen, hab mich im letzten Jahr nur einmal bzgl. der Wechseljahre etc. untersuchen und abtasten lassen und werde mir morgen auf jeden Fall einen neuen Termin holen.

Und DU?

Wann war deine letzte Vorsorge?

herzlichst eure Gaby